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Starkregenereignis mit Überflutungen in Altdorf in der Nacht vom 31. Mai/01. Juni 2018

Durch das Starkregenereignis in der Nacht vom 31.05./01.06.2018 ist die Würm über ihre Ufer getreten. Zahlreiche Keller und Garagen wurden überflutet. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Altdorf sowie die Feuerwehren der umliegenden Städte und Gemeinden waren unermüdlich im Einsatz, um die Schäden zu beheben und weitgehend einzugrenzen. Keller wurden ausgepumpt, umgestürzte Bäume beseitigt, Straßen freigeräumt und gereinigt und noch vieles Mehr - an dieser Stelle ein großes Lob und einen herzlichen Dank an die vielen ehrenamtlich Engagierten der Feuerwehren.

Der Gemeinderat hat sich in seiner Sitzung am 19. Juni 2018 mit der Starkregen- und Hochwasserproblematik befasst und beschloss, einen „Notfonds“ für Geschädigte einzurichten, der in Fällen besonderer sozialer Härten greifen soll. Die Einzelheiten dazu werden noch ausgearbeitet. Spenden aus der Bevölkerung sind willkommen und können diesen Fond aufstocken.

Vor-Ort-Begehung und Bürgerinformationsveranstaltung zum Starkregenereignis/Hochwasser am 02. Juli 2018

Mehr als 40 interessierte oder vom Starkregenereignis betroffene Bürgerinnen und Bürger haben am vergangenen Montag, den 02.07.2018 die Gelegenheit genutzt, mit Bürgermeister Erwin Heller und Experten ins Gespräch zu kommen. Mario Haas vom Wasserwirtschaftsamt, Mark Mayer vom Büro Mayer Ingenieure aus Böblingen, Dr. Hans Göppert und Dr. Tim Fischer-Antze vom Büro Wald & Corbe waren zur Vor-Ort-Begehung entlang der Würm gekommen. Erste Anregungen aus der Bürgerschaft wurden bereits am Treffpunkt Waaghäusle in der unteren Bachstraße diskutiert.

Starkregenereignisse treten immer häufiger auf und es ist nicht vorhersehbar, wo sie auftreten. Damit Altdorf für künftige Wetterereignisse gerüstet ist, sollen nun alle Maßnahmen, die sich eignen um Schäden so weit wie möglich zu vermeiden, untersucht werden. Einen absoluten Schutz vor Jahrhundertunwettern gibt es allerdings nicht, das betonten die Experten übereinstimmend.

Die Überflutungen in der Nacht vom 31.05./01.06.2018 geben erste Anhaltspunkte für eine Starkregengefahrenkarte, die die Gemeinde Altdorf nun in Auftrag geben will. Zusammen mit einer aktualisierten Flussgebietsuntersuchung an der Altdorfer Würm, am Erlach- und Erlesgraben und der Hochwassergefahrenkarte des Landes sind diese Untersuchungen eine gute Basis. Die Mithilfe der Bevölkerung ist hierbei unbedingt notwendig. „Bitte melden Sie alle privaten Niederschlagsmessungen und schicken Sie Ihre Fotos vom Hochwasser an die Gemeindeverwaltung.“, wünschten sich Bürgermeister Erwin Heller und Dr. Göppert von Wald & Corbe. Zur genauen Messung der Pegelstände wird dann ein Geometer beauftragt, der die Pegelstände vor Ort einmisst.

Welche Kosten und welchen Nutzen bringt der Bau eines Ausgleichs- und Rückhaltebeckens am Südrand von Altdorf? Ist eine automatische Öffnung des Wehrs in der Bachstraße notwendig? Müssen Hindernisse aus dem Bachbett der Würm und den Ablaufgräben im Außenbereich entfernt werden? Diese Fragen werden von den Experten der Wasserwirtschaft und des Kanalbaus untersucht, sorgfältig abgewogen und daraus ein Maßnahmenpaket vorgeschlagen.

Bis es soweit ist, dass der Gemeinderat die Umsetzung von Maßnahmen beschließen kann, wird noch einige Zeit vergehen. Doch bereits jetzt gibt es einiges, was die Gemeinde und Privatleute tun können. Am vergangenen Mittwoch wurden als eine der ersten Sofortmaßnahmen der Gemeinde die großen Steine aus dem Bachbett der Würm entfernt. Das Wasser wird jetzt weniger gebremst und kann bei Hochwasserstand schneller abfließen. Dabei wurde darauf geachtet, dass das ökologische Gleichgewicht erhalten bleibt. Durch wechselseitige angebrachte flache Inseln bleiben Rückzugsmöglichkeiten für Enten und Kleinlebewesen in der Würm erhalten.

Auch Grundstückseigentümer können handeln, um künftige Schäden zu vermeiden oder wenigstens zu minimieren. Ebenerdige Lichtschächte können durch Aufsätze erhöht und gesichert werden. Auch der (nachträgliche) Einbau von Rückstauklappen an die Hausabwasserleitung verhindert den Zufluss überlaufender Kanäle in das eigene Gebäude. Eine Befahrung und Kanaluntersuchung des Kanalverlaufs auf den privaten Grundstücken bietet sich an. Fachkundige Beratung erteilt jeder Flaschnerbetrieb.

Information und Materialien zu Starkregen, Hochwasser und vor allem zur Eigenvorsorge bietet die Gemeindeverwaltung zum Mitnehmen auf dem Rathaus an.


Mithilfe der Bevölkerung bei der Starkregengefahrenkarte notwendig!

Für die Erarbeitung der Starkregengefahrenkarte ist die Auswertung der Pegelstände und der Hochwasserauswirkungen des Starkregenereignisses vom 31.05./01.06.2018 sehr hilfreich.
Sie haben private Niederschlagsmessungen gemacht und/oder haben die Pegelstände auf Ihrem betroffenen Grundstück dokumentiert? Dann schicken Sie bitte Ihre Informationen und Fotos vom Hochwasser an Frau Karin Grund, Email grund@altdorf-bb.de, Tel. 07031/74 74 20. Ihre Daten und Informationen leiten wir an das Ingenieurbüro Wald & Corbe zur dortigen Auswertung weiter.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!


 
 

Karin Grund

Hauptamtsleiterin
2. Stock Zi. 13

Tel.: 07031/7474-20
Fax: 07031/7474-10

Anja Heil

Stv. Hauptamtsleiterin
12

Tel.: 07031/7474-13
Fax: 07031/747410