Als beschäftigte Person können Sie einen Prämiengutschein für eine berufliche Weiterbildung erhalten.

Ablauf

Wenden Sie sich an eine anerkannte Beratungsstelle. Dort erhalten Sie ausführliche Informationen über die für Sie infrage kommenden Kurse oder Prüfungen sowie die Voraussetzungen der Teilnahme. Ihre Beraterin oder Ihr Berater erläutert Ihnen auch die unterschiedlichen Finanzierungsmodelle. Sie oder er verfasst ein Protokoll, das beide Seiten unterschreiben müssen.

Wenn Sie die Voraussetzungen erfüllen, stellt Ihnen die Beratungsstelle einen Bildungsprämiengutschein aus. Auf diesem Gutschein müssen üblicherweise mindestens drei Kursanbieter genannt sein. Sie buchen die Weiterbildungsmaßnahme bei einem der auf dem Gutschein genannten Anbieter.

Weiterbildungsanbieter sind nicht verpflichtet Prämiengutscheine anzunehmen. Informieren Sie sich vor einer möglichen Anmeldung, ob Ihr Weiterbildungsanbieter Prämiengutscheine aus dem Programm Bildungsprämie annimmt.

Den Prämiengutschein geben Sie bei Ihrem Weiterbildungsanbieter ab und zahlen Ihren Eigenanteil für die Weiterbildung.

Unterlagen

  • einen gültigen Personalausweis
  • einen Beschäftigungsnachweis
  • einen Einkommensteuerbescheid für das letzte oder vorletzte Jahr

Voraussetzungen

  • Sie arbeiten mindestens 15 Stunden pro Woche oder sind in Eltern- oder Pflegezeit.
  • Ihr zu versteuerndes Einkommen beträgt maximal 20.000 Euro, als gemeinsam Veranlagte 40.000 Euro. Das zu versteuernde Einkommen finden Sie auf Ihrem Steuerbescheid. Es kann deutlich geringer sein als das jährliche Brutoeinkommen und ist nicht identisch mit der Summe der Einkünfte oder dem Einkommen laut Ihrem Steuerbescheid.

Gebühren

  • für den Gutschein: keine
  • für die Teilnahme an der Weiterbildung: der Anteil der Kurskosten, der nicht durch den Gutschein gedeckt ist

Rechtsgrundlagen